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Liebe Bloggergemeinde, lange musstet ihr warten und da bin ich nun wieder.. live aus Montréal - mittendrin im Winter.Aber ich will euch jetzt nichts über MTL erzählen, sondern über Québec-Stadt - diesmal eiskalt und sehr sehr spaßig. Denn am Freitag war es soweit, ich bin mit ein paar Freunden zum ersten Mal (und ich hoff diesmal nicht zum letzten Mal) wieder runter von meiner Insel und ab in die Provinzhauptstadt. Denn die hatte dieses Wochenende das "Red Bull Crashed Ice" zu Gast.
Was das ist, lass ich jetzt mal die Info-Profis vom Spiegel erklären. Alle mal hier drücken.
So jetzt wisst ihr also schon mal um was es geht, das es verrückt ist und wer gewonnen hat.. Übrigens war kein dt. Teilnehmer dabei, "nur" ein Össi (4. Platz). Was unseren Schluchtenscheißer sehr gefreut hat.
Womit ich auch schon bei meinen Mitfahrern wäre: Da hätten wir
Fabian (Bei dem kann man einfach nichts mehr hinzufügen)
Marc (Franzose und mein Hostel-Zimmergenosse in der allerersten Woche in MTL)
Michael (Besagter Schluchti, wohnt eigentlich in Wien, wenn er nicht gerade Bier mit mir trinkt)
und ab Samstag auch Sara (die - Gott ei Dank - herrlich unneutrale Schweiz-Kanadierin)
und eben meine Wenigkeit.
Was das Spiegelvideo völlig außen vorlässt, waren die knackigen Temperaturen dieses Wochenendes.. über -10 oder -15 Grad kamen wir nie hinaus..
Hinzu kam ein vor allem am Samstag sehr netter Wind, der sich (Zitat Fabi vom Blog) gnadenlos durch selbst kleinste Klamottenritzen frisst. Nun ist der Mensch bekanntlich ja ein visulles Wesen und deshalb war mein Gesicht, mangels einer Sturmmütze, auch dem Wind ausgesetzt. Was mich irgendwann in einem freiliegenden Park, über den der Wind peitschte, das erste und ich hoff einzige Mal; zu der Nachfrage verleitete: "Sind meine Backen eingefroren?" Nach dem wohltuenden Nein gings dann endlich etwas bergab und bald war wieder alles da, inklusive meiner Tropfnase.
Aber genug mit Kälte-Jammern, das konnte ja Deutschland nach der Übungsphase nach Weihnachten schon besser. Wir wollten ja da hin.. also nix da und lieber eine Poutine gegessen, denn die gabs mit dem Wetterrabatt gleich mal um 20 oder 24% billiger.. umso kälter es ist, umso billiger die Poutine.
Diese herrliche Mischung aus Pommes Frites, Batensauce und quietschigem Käsebruch, die einem gleich wieder spüren lässt, dass der Magen noch da ist, denn der ist danach etwas schwerer. Wer mehr drüber wissen will, der ist diesseits wie jenseits des Teiches bei Wikipedia gut aufgehoben. (sogar auf deutsch; nur eins: der Käse muss IMMER quietschen)
Naja man kann ja noch eine gewisse Anzahl von Kleidungsschichten anlegen, was wir auch ohne Hemmungen machten. So hatte ich am Samstagabend an der Strecke vom Crashed Ice auch ingesamt 4 Schichten, davon 2 Pullis, um meinen Oberkörper und meine Füße in 2 Socken, von denen eines natürlich Mamis Selbstgestrickte waren. Aber nicht bewegen war trotzdem nicht drin. Aber das wussten die Veranstalter auch und so haben sie die gesamte Strecke, also die Ganze Altstadt von Québec, per DJ beschallen lassen, was der Stimmung ganz gut tat. Ja dann haben wir alle Männer und Frauen dabei angefeuert, wie sie ins Ziel gefahren oder auch auf ihren Arsch gerutscht sind. Denn der Parcours ist ja nun mal wirklich mörderisch und fies. Der Langsame fiel immer über die Rampen, der schnelle Springer schaffte es auch so, vorausgesetzt er konnte die darauffolgende 180-Grad-Kurve krazen:)
Ja danach oder auch schon am Freitag sind wir dann immer in Bars . alle mit ihrem sehr eigenen Charme: von souverenistisch (" Die Welt braucht ein neues Land - Québec") ,über einfach nur klein urig ohne Getränkekarte, bis zur boîte à chanson.In dieser - wörtlich übersetzt - 'Liederdose' steppt der Bär in der Stadt. Eine kleine Gruppe oder auch ein Einzelner interpretieren eine ganze Reihe von Liedern.. mal nur mit Gitrarre, aber auch mit Holzlöffel- oder Quetschnbegleitung (kleines Akkordeon).. und man tanzt oder singt einfach nur mit. .Mit dabei war hier auch unsere liebe Eva, die ja seit September auch beim " MuK in Québec" mitmacht, nur eben in der Hauptstadt selbst
So ansonsten hab ich mir dann noch einmal die Chutes Montmerency (die Montmerency-Wasserfälle) angesehen. Diesmal eben im Wintergewand. Fands ehrlich gesagt schöner als im Sommer. Kaum Touristen, keine Seilbahngondeln, die das Bild stören - einfach ein ganzes Stück ruhiger und gelassener.
Nun denn auf der Rückfahrt haben wir noch einen Stopp in Trois-Rivières gemacht. Aber um ehrlich zu sein hat die Stadt so auf den ersten Blick nicht so viel zu bieten. Nur ein paar alte Häuser und eine Kathedrale.
So, bevor ich nun ende, noch ein paar Hinweise zum Blog an sich.. er ist mit dem Bild rechts jetzt etwas 'saisonal gewürzt'.. und ja nicht zu vergessen: Die Blogliste hat zwar Augsburg - vorübergend - verloren aber dafür Madrid (Erdbeerbaum) gewonnen.. und bietet euch jetzt dank Hanna, Matze und Roman, Einblicke nach Dänemark (Aarhus) und Estland (Tallin).
So das wars fürs erste
Euer Reiner
PS an alle Oberpfälzer: Auf nach Prag und Crashed Ice gucken..macht super viel Spass.
So da bin ich wieder
Diesmal mit dem wohl kältesten Blogeintrag - er beschäftigt sich nur mit Eingefrorenem:
Als erstes hätten wir da das Wetter: -4 Grad. Es schneit gerade ..yippieund ja um so manche Menschen komplett zu schocken: es bleibt so!
Aber ja wir erreichen dann die nächsten Tage auch temperaturen, die den Québecois dazu veranlassen, das Wetter verdammt kalt ("fret") zu nennen.. -16 Grad am Donnerstag.. und bitte nicht billig nachts sondern schön tagsüber.. wenns nachts wär wärs ja grad mal kalt!
Wir leben hier ja schließlich nicht in Baden, okay oder auch in den meisten anderen dt. Regionen, oder sind gerade in Buenos Aires;)
Als 2. hätten wir dann folgende Meldung:
Das politische Kasperltheater in Ottawa ist seit Donnerstag ebenfalls eingefroren.
Der Premier hat die Vertagung, wie das Ganze offiziell heisst, nach 2 Stunden Diskussionen mit der Governeurin erreicht.
Die nächste Parlamentsitzung findet erst wieder am 26. Januar statt und dann darf das Kasperle von vorne anfangen.
und zu guter letzt darf ein bisschen Kultur nicht fehlen:
Ich hab am letzten Freitag an einem Freeze teilgenommen bzw. ihn fotographiert.
und was heißt jetzt Freeze: Nunja man macht mit möglichst vielen Menschen einen Ort und eine genaue Zeit aus.. und 'friert' dann für eine gewisse Zeit ein..in seiner aktuellen Pose:
Sei es nun das Zeigen, Fotographieren oder ganz nett: das Vertreiben des Taschendiebs.
Das ganze fand diesmal im Complexe Desjardins.. einem Kaufhaus-Geschäfts-Komplex in der Innenstadt statt und dauerte 4 Minuten..
und ein paar Bilder und ein Video gibts natürlich auch davon
das nächste Mal dann wieder zuminderst mit aufgetauteren Themen, denk ich mal
Bis dahin, Servus
Euer Reiner
Guten Abend Deutschland
(die Uhr von Blogger stimmt nie! Bei mir ist es jetzt 17:20h und bei euch somit 23:20h)
Da ja Kanada in der dt. Presse immer etwas ein Stiefkind ist, gibts heute mal einen politischen Eintrag..aber keine Angst es gibt jetzt nicht gleich nen ganzen Kurs zu kanadischer Politik sondern nur nen kurzen, vll sogar witzigen Einblick...Also können auch die Mone, dat Sinchen und sonst alle jene, die Politik eher peripher (ach wie hochgestochen-super-akademisch-deutsch vermisse!) interessiert mal nen Blick riskieren:)
Lektion1: Kanadische Politik ist der britischen sehr nah..
Wenn der Premierminister Lust drauf hat oder mehr Macht will, geht er zum Governeur und sagt: Ich will Neuwahlen.
Da die Provinzgoverneure und die Governeure générale (Stellvertreter der Queen und ja für das ganze Land ist eine Stellvertreterin - gerade in Tschechien unterwegs) ungefähr genauso dekorativ im Politikapparat sind, wie ihre Majestät selbst oder auch der dt. Bundespräsident, sagen sie im Normalfall "ja"...
Nachdem man dann einen guten Monat durch die Provinz oder durchs Land gehetzt ist..sind sie dann da. Die Wahlen...
Aber jetzt wirds ein bisschen viel:
14.10. die nationalen Wahlen
04.11. die US-Wahlen (ja gaaaanz wichtig, auch wenn keiner wählen konnte) OBAMA
08.12. Provinzwahlen für Québec
Oufff muss das wirklich sein. Keiner will mehr, keiner hat Lust..und überhaupt wieso?
Der Premierminister von Québec möchte in Zeiten der globalen Krise eine stabile Regierung, damit Québec jene besser meistern kann..
aja mh.....Gäääääääähn. Das haben wir aber schon besser gehört.. wo sind die Seperatisten, wo das nächste Referendum?
Zur Zeit außer Sichtweite! Sogar die parti Québecois (man könnte sie auch zweifelsohne zugespitzt "Partei freies Québec" nennen) sagt: vielleicht mal in 10-15 Jahren...
Referendum ist grad schlichtweg nicht in Mode.
und so fragt sich der Québecois was er tun soll und ob er überhaupt wählen soll. Denn schon bei den Nationalwahlen blieb alles beim alten...aber wozu hat das Land Karikaturisten?
Warum keinen schwarzen Premier.. und wenn wir keinen haben dann malen wir uns eben an. Aber nicht doch gleich alle.. und ja das mit dem Englisch könnte auch noch besser gehen.
Zuminderst bei Madame Marois, Chefin besagter Parti québecois und wie man in den letzten Tage hörte, eifrige Englisch-Lernerin. Denn ob man es nun bei aller Francophonie glauben will, oder nicht: Eine parteiinterne Kommission hat ihre Schwächen und Stärken erarbeitet und sah es als eine Schwäche an, dass Madame, wie in der Karikatur, nur ganz schlecht englisch kann.
Der Herr ganz links ist dann übrigens der derzeitige Premier Jean Charest...und eigentlich jeder denkt er wirds wieder.. also warum eigentlich wählen ..
So und warum jetzt das 4. Wahl mit Fragezeichen:
Nun ja seit rund einer Woche ist in Ottawa (für alle Geographie-Künstler: Regierssitz Kanadas) das Chaos los. Die Konservativen und ihr alter und ,wie schon gesagt, neuer Premier Stephen Harper wollten an der Parteienfinanzierung was ändern oder besser gesagt kürzen.
Frei nach dem Motto: in der Zeiten der Krise sollten wir ein Vorbild sein und sparen. Aber bitte nur bei den Parteien..die Minister, es sind glaub ich gerade 34(!) und den Regierungsapparat wollen wir dann doch behalten.
Nun sparen macht bekanntlich keinem Spass und man sollte solche Pläne nicht machen wenn man eine Minderheitsregierung stellt.
Nun ist eine Minderheitsregierung nichts besonderes in Kanada.. Sie ist zur Zeit sogar die Regel.
Denn Lektion 2: Koalition ist Teufelszeug! Man macht sie nicht. Sie ist wie Grün für die CSU oder wie die PDS für die meisten Wessis: böse! (Es gab erst eine, während des ersten (!) Weltkriegs)
Aber wie Deutschland ja schon im ersten Halbjahr 2008 gesehen hat: Not macht erfinderisch und bringt Ideen ins Spiel die vorher undenkbar waren. In Frakfurt/Main gibts jetzt zumindert eine CDU-Grüne Koalition und Hessen hats ja mit der PDS versucht.. und so spricht seit Samstag das ganze Land über eine mögliche Koalition der Oppositionsparteien.oder zuminderst von Zwei mit Unterstützung der Dritten..
Aber so einfach ist das ja in einer Demokratie nicht mit Machtübernahme.
Zuerst muss ein Misstrauensvotum her. Gut kein Problem: Die Opposition hat ja die Mehrheit.
Nur hätten wir da noch das Schmuckstück namens Governeure générale. Die normalerweise - JA - Neuwahlen ausrufen würde...und jetzt wirds richtig nett: die Verfassung sieht keine genauen Anweisungen vor..alles ist Auslegungssache.
Sie selbst sagt sie muss für Kontinuität sorgen... ja und was heisst das konkret? Mh wir werden sehen. Sie eilt extra früher aus Osteuropa nach hause und ist ab morgen wieder da.
Seit gestern ist dann nämlich auch der Premierminister endgültig verzweifelt und überlegt öffentlich das Parlament "einzufrieren". Laut kanadischer Verfassung darf er zwar den Governeur darum beten, aber eigentlich wird diese Maßnahme seit den 30er Jahren als Notfall angesehen und würde die nationale Politik bis 24. Januar schlichtweg lahmlegen..
Dann würde es noch einmal heissen: neue Regierungserklärung und neue Budgetverhandlung .. oder vielleicht doch wieder Wahl???
Das Kasperle spielt weiter und ich werde weiterhin beobachten...
ach ja noch was zu meinem Blog: Ein neuer Link kam zu meiner Blogliste: der Blog von Fabi..
wir wohnen zwar nur ne Métro-Station auseinander...aber da er die Stadt etwas öfter verlassen hat als ich bisher..haben seine Einträge mehr Eindrücke aus Boston, New York oder Toronto ...
ach und Brunderherz an ihm kannst du auch mal sehen, was wirklich 'wenig bloggen' heisst.
so das wars...is lang genug geworden;)
Servus Reiner
So da bin ich wieder!
Ja auch ich kann öfters Bloggen:)
Nun gut kommen wir zu Halloween.
Es waren ja schon seit Anfang September Halloween-Artikel zu haben, aber wir haben uns alle erst in der letzten Woche so richtig eingekleidet...und Fabi und ich sogar erst am Donnerstag: Abends war die erste Party, natürlich Kostümpflicht, und wir hatten noch nichts: Was machen wir? Was machen wir? hmm ein paar machen Piraten, machen wir auch welche? Aber dann hat Fabi eine Kapitainsmütze gesehen und aufgesetzt.. wir hatten unser erstes Acessoire. Dann haben wir uns noch einen sehr hübschen Schnurrbart ausgesucht (der wie immer nicht lange hielt, leider)
Den Rest haben wir uns dann bei der 'l'armée de salut' gekauft.. soll heißen Altkleidergeschäft; und die haben zu Halloween auch noch 50% reduziert. So haben mich Hemd, Hose und die wunderschöne Krawatte nicht mal 10 $ gekostet..an der Krawatte war der Preiszettel eingenäht: 50 $.. ich hab sie für 1,50 mitgenommen.
Es war auf jeden Fall ein Heidenspaß.
Am ersten Abend (Donnerstag) waren wir auf der Party von Fabis Uni und am 2. Abend war ich dan mit Leuten von meiner Uni in einer 80s-90s Disco.. in die ich unbedingt nochmal reinmuss. Denn zum ersten Mal fand ich so ne Disco; oder Veranstaltung überhaupt; ganz gut..
Alle verkleidet, alle ziemlich lustig.. sogar die Nachrichten in der Métro war einfach nur Halloween:
"Die Halloween- Nachrichten: Heute morgen wurden zwei abgehackte Beine, drei Arme und ein verwüsteter Kopf gefunden. Sollte sie jemand vermissen, so soll er sich bitte an das Fundbüro der Monster, Feen und Waldgeister wenden." Oder diese hier: "Die schwarzen Katzen haben heute auf ihrer Generalhauptversammlung beschlossen, in den Streik zu treten, sollten ihnen die Restaurantbesitzer weiterhin bluthaltige Tischreste verweigern!"
Oh ja.. gruselig oder zuminderst verrückt.. aber um ehrlich zu sein, die verwirrtesten Gesichtsausdrücke habe ich bei manchen Leuten hinterlassen, als sie gefragt haben, ob ich in Deutschland auch Halloween feiere.
"Ja wie bei dir gibts Tage, an denen das Feiern verboten ist?.. und wie hast du dann Halloween gefeiert".. "mh wie wohl kleiner, kürzer oder bis die Polizei kam.." (gerade in Augsburg wird das ja eh schön langsam zum Maßstab für gute Parties..Das A steht eben doch für Anwohner und nicht für Augsburg im KFZ-Zeichen:)
So das wars für heute. (Wie immer, gibts auch ein paar Fotos nebenan)
Bis bald
Reiner
..irgendwie war das mein Ohrwurm die letzten Tage.
Klingt komisch is' aber so..auch wenn ich ihn hier nicht gehört hab' den guten Roy Black (viellleicht ja weil er aus Augschburg kam, der Gute) .
Aber es passt ja ganz gut.. schließlich kommt es ja fast einem Wunder gleich, dass ich mal wieder blogge:) zuminderst für meinen lieben Bruder.
und wieder einmal ist viel passiert, manches gewollt, manches ungewollt..und irgendwie hat sich alles überschlagen. So aber nun einmal von vorn:
also am Wochenende vom 10.-12. Oktober war ich im Norden. Zunächst in Tadoussac und dann in Québec.. Natürlich Herbst pur, Farben en masse..aber auch das erste Mal bei meinem Aufenhalt: Kälte. Denn wie auf der Karte bei den Fotos sehen könnt, ist das schon ein gutes Stück nördlicher..und so sind wir bei Frühherbst losgefahren und bei Spätherbst 7 Stunden später ausgestiegen.. übrigens sind 7 Std für Québecois oder für Kanadier im Allgemeinen keine Entfernung. Fabi hat das treffend auf den Punkt gebracht: ..ja das sitzen die doch auf einer halben Arschbacke ab.
Für alle Fronco-Resistenten Leser also 95%:-), hier ein kurzer Einschub: québecois, was man so ausspricht [kebequa], ist das Adjektiv zu Québec.. und auch die Bewohner werden so als Einwohner damit bezeichnet weiblich dann halt québecoise [kebequas]..ich könnte auch immer Québecer sagen, aber das klingt nicht so gut und sieht gleich sowas von falsch aus.. sorry aber da bin einfach zickig.. Klar man sagts in Deutschland aber da gibts ja auch in manchen Gegenden eine Maaas anstatt ne Maß:)
Sorry liebe Badner und Schwäble aber warum lernt gerade ihr es nie?
Die Hauptattraktion in Tadoussac sind die Wale.. die fressen sich dort den Sommer den Bauch voll, denn vor dem Ort ist im "Flussbett" ein Riesenabsatz (ich weiss nicht mehr genau wieviel aber ich glaub so 100m), der das Tiefenwasser zwingt aufzusteigen, durch die Sonne können sich dann Algen bilden. Hinzu kommt noch nettes Süßwasser, was auch noch irgendeine Sache besteuert (leider weiss ich nicht mehr was) und fertig ist das Festmahl..
Der aufmerksame Leser, also ich hoff ja jeder, denkt sich jetzt: ja wie Oktober ist ja nicht mehr Sommer. Stimmt. und im Hochsommer sind auch noch mehr Wale da, aber um ganz ehrlich zu sein, war ich froh außerhalb der Saison dort zu gewesen zu sein. Denn sogar jetzt waren mit uns 5 Schiffe auf dem Wasser. Man könnte ihnen schon ausweichen, aber ich will mir gar nicht vorstellen wieviel Schiffe dann -bildlich gesprochen- im Sommer Wale "jagen".. und außerdem haben wir auch ne halbe Stunde Verlängerung bekommen. ich denk mal im Sommer auch nicht drin:)
Soviel zum Thema: Wale sieht man maximal bis Anfang September.
Weiter gings nach Québec selbst.. die Wiege der Nation Kanadas und von Québec ja sowieso.
Die einzige Stadt dieses Kontinents die eine komplette Stadtmauer hat: Die Franzosen mussten sich ja vor den bösen Engländern schützen und seit 1985 Weltkulturerbe.. Seitdem beschäftigt man sich dann auch mit sowas wie Denkmalschutz. Davor war es nämlich um jenen nicht so gut bestellt. Sag nicht ich, sagen sie selbst:) nunja die Stadt feiert das ganze Jahr schon seinen 400. Geburtstag.. und ja wie man letzte Woche hörte, war es sogar ein finanzieller Erfolg.. vll sollten sich die Deutschen da mal Rat holen.. Bei uns klappt das ja nie so richtig mit Kultur und Budget und im Budget bleiben..
Auf jeden Fall eine sehr schöne Altstadt.. und für Amerikaner so französisch, dass sich Steven Spielberg für "Catch me if you can" (Der mit dem Betrüger im großen Stil und dem FBI-Agenten der in fangen will) den Weg nach Frankreich gespart hat, und die Szenen am Schluss die so schön nach französischen Dorf aussehen hier gedreht hat.
ja dann gab es noch zwei Highlights:
Zum einen haben wir Eis-Cidre getestet, für diesen Apfelwein müssen die Äpfel mindestens 4 Tage bei -10 Grad frieren und werden dann geerntet bzw. gepresst - was auch ein einhalb Tage dann dauert. und dann wird vergoren und fertig ist eine Spezialität der Provinz!
Ich muss aber sagen, dass mir die Marmelade besser geschmeckt hat, aber schlecht war er nicht:)
und dann noch die Chute(s) Montmorency.. diese Wasserfälle sind in der Nähe von Québec. gegenüber der île d'Orléans.. nunja schaut euch einfach mal die Fotos an. Da gibts dann ein paar Erklärungen dazu.
So kommen wir nun noch schnell und bündig zu dem, was mich abgehalten hat zu schreiben.. Zum einen musste ich mal ne Arbeit für einen Kurs abgeben und irgendwie wollte die Arbeit nicht enden..
Zum anderen hat der Geldautomat meine Kredtkarte gefressen.. und ja nun kann ich euch bestätigen, man schaut mindestens geauso blöd wie die Leute im Fernsehen. Nun gut. Nachdem ich erfahren hab, dass die Alte sofort zerstört wird im Automaten (wie praktisch !!) musste ich mir eben eine Neue aus Deutschland schicken lassen . jetzt hab ich ja eine neue Karte und alles ist wieder in Butter..
So das wars jetzt mal für dieses Eintrag, ich hoff ich komm bald wieder zum Schreiben
Servus Reiner
In der Woche nach dem 'Piknik elektronik' waren wir erstmal schwäbisch geizig, was das Geld anbelangte und besuchten gleich mal mehrere Sehenswürdigkeiten "umara sonscht", wie der Augsburger ja gern sagt.
Möglich machte dies eine Woche der offenen Tür gleich mehrerer Sehenswürigkeiten, und im Gegensatz zu meinem ersten Semester in Augsburg, schafften wir auch einiges.
Zunächst waren wir im Biôdome: 4 Ökosysteme unter einem Dach. Die da sind: Tropen, Laurentiden (Mittelgebirge, nördlich von Montréal), Sankt Lorenz Strom und Antarktis.
Nun was soll ich sagen. Es war ganz nett, aber fast n bisschen zuviel Gewusel und Geknipse, so das sich einige Tiere nicht blicken ließen. Kurzum okay, aber gut, dass es umsonst war:)
Als nächstes stand der botanische Garten an. und für den hätte man wirklich auch zahlen können: schöner Alpingarten, Japinischer Garten und zur Zeit das absolute Highlight: Die Lampions im chinesischen Garten..einfach grandios:)
Zum Schluss noch ein paar Ironien zu Olympia 76, dessen Stadium man in den Fotos sieht:
Das Dach wurde erst in den 80ern fertig und sieht schon wieder nach Bauarbeiten aus.. manches wird wohl nie fertig.
Und noch 2 schöne Fakten, die man auf der Olympiatour bekommt (hab ich aber nicht gemacht, oder noch nicht mal schauen):
Wieviel Medallien hat Kanada in Montréal gewonnen?
Antwort: Keine Einzige.
Wieviel hat Kanada 88 (?kann auch 86 gewesen sein) in Calgary gewonnen?
Antwort: keine Einzige.
Na dann wünschen wir mal alles Gute für Vancouver 2010..
Mit glühenden Herzen wirds schon klappen. Denn der Slogan für die Spiele 2010 wird so heißen: with glowing hearts..
Der Spruch wurde letzte Woche der Öffentlichkeit präsentiert und natürlich gleich gelobt und auch kritisiert. Denn die 3 Worte sind aus der Nationalhymne geklaut, aber immerhin geben sie es offen zu:)
So und gestern hab ich mir dann einmal den ältesten Teil der Stadt angesehen. Die Altstadt und Vieux Port (alter Hafen).. Bilder vor allem aus der wunderschönen Notre Dame Basilika wie gewohnt bei den Bildern..
So wieder alles auf den aktuellen Stand gebracht hier:)
Bin stolz auf mich und geh jetzt ins Bett
Bis bald und guten Morgen Deutschland
oder wie euch ja auch Eva schon gelernt hat:
à tanttôt
Reiner
Hallo zusammen.
jaja der Blogeintrag ist eigentlich überfällig.Ich weiss.
Mittlerweile gibts aber immerhin 3 neue Fotoalben, die so aller Hand zu bieten haben: Picknick, chinesische Lampions, Leguren.. kurzum die Kulturhighlights der letzten Tage: Fangen wir mit der wahrscheinlich schönsten Idee an. Dem 'Piknik elektronik'.. Vor mittlerweile 6 Jahren startete auf der ehemaligen EXPO-Insel von 67, die jetzt ein wunderschöner Park ist, ein eletronisches Picknick..
Mittlerweile gibts oder, jetzt besser gesagt, gab es das Picknick jeden Sonntag von Ende Mai bis Ende September und so picknickte ich mit einer Menge Montréaler erst einmal auf der Wiese und dann natürlich auf Tanzfläche und verbrachte, wie es der Slogan so schön sagte, einen der "Sonntage nicht wie die davor " (des dimanches pas comme avant) .
Auch wenn ich eigentlich nicht so der Elektotyp bin, die Djs haben in dem Fall ihren Namen verdient und mich oder besser gesagt uns gut unterhalten..
Ich fand die Idee einfach super und man konnte, bis auf Glasflaschen, wirklich alles mitnehmen. Kind Kegel Wurst Bier und wie ihr auf den Fotos sehen werdet auch Hund